›HERZELOYDE – Eine Vergegenwärtigung‹ – Solostück mit Sarah Kellogg von Rose Aggeler

Foto: Shakko / Wikimedia Commons

›HERZELOYDE – Eine Vergegenwärtigung‹ – Solostück mit Sarah Kellogg von Rose Aggeler

Eine Vergegenwärtigung von Rose Aggeler unter der Regie von Jürg Schmied: Schauspiel und Gesang in einem Abend. Mit Sprache, Schauspiel und mittelalterlicher Musik entsteht eine eindrucksvolle Begegnung mit der Gestalt Herzeloydes, der Mutter Parzivals. Die Aufführung verbindet Dichtung, Erzählung und musikalische Elemente zu einem atmosphärischen Solostück mit Sarah Kellogg.

Datum Freitag, 09. Oktober 2026
Zeit 20:00 Uhr bis 21:30 Uhr
Ort Gemeindehaus Konstanz/Kreuzlingen

Ausgangspunkt ist der lyrische Zyklus „Herzeloyde – Eine Vergegenwärtigung“, der die Geschichte von Herzeloyde und ihrem Sohn Parzival aus der Perspektive der Mutter erzählt. Durch dichte sprachliche Verdichtung werden zentrale menschliche Themen sichtbar: Liebe und Verlust, Hoffnung und Abschied, Schuld, Treue sowie die Suche nach dem eigenen Weg. Aus der gemeinsamen künstlerischen Arbeit entstand ein Solostück, das den Text durch vielfältige Ausdrucksmittel zum Leben erweckt. Die Darstellerin wechselt zwischen Erzählung und unmittelbarem Erleben, zwischen Figur und lyrischem Bild. Sprache, Gestik, Gesang und instrumentale Musik schaffen eindrucksvolle Bilder und Atmosphären, die das Publikum tief in die Handlung eintauchen lassen. Besonderen Raum nimmt dabei die Musik ein: Minnesang, mittelalterliche Instrumentalstücke sowie Quinterne und Handtrommel öffnen einen Klangraum, der die poetische Sprache der Dichtung entfalten lässt. Die musikalischen Elemente verleihen dem Abend eine weite, fast räumliche Dimension und machen die innere Welt der Figuren erfahrbar. Rose Aggelers dichterischer Zyklus nähert sich der Figur Herzeloyde in einer schlichten, aber bildkräftigen Sprache. Durch die Verbindung von Erzählung, Lyrik und dramatischem Geschehen entsteht ein vielschichtiges Gewebe, das die mittelalterliche Parzival-Überlieferung in die Gegenwart überträgt und ihre Fragen neu aufwirft. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in Schauspiel, Sprachkunst und mittelalterlicher Musik gestaltet Sarah Kellogg einen Abend, der das Publikum auf eine poetische Reise mitnimmt. Die bekannte Parzival-Erzählung wird dabei aus einer ungewöhnlichen, mütterlichen Perspektive neu erlebbar.